Ernst v. Meinscozen's 

Keine Diskrepanz zwischen Obra und Autor... 

ein anderes Bild mit positiv und negativer Form eines schlafenden portugiesischen Hundes. Man ist was man hervorbringt im Grossen wie im Mangelhaften. 

Um's Geld und Gold geht's auf der Leinwand, 

um den Mammon.... Zieht die Kunst nicht in den Dreck des G(o) eldes! Nur der natürliche fragende Blick des Hundes zeigt das unnatürliche Gehabe der Menschen bezüglich des gelben Metalls. 

Der spielerische Aspekt zeigt sich im Bild "Si si - No no"

Zitierend die erste Straßenaktion aus dem Jahre 1977, mit Münzen und Geldscheinen aus vergangenen Zeiten (Peseten un D-Mark), ein revolutionäres Graffiti mit Hammer und Sichel, ein portugiesisches Straßenschild "Rua Ernesto Cabrita", ein getrockneter Fisch in offener Dose, ein Mönch oder Heiliger von Piero de la Francesca, der wie Ernesto mit seiner Aktion der Welt und den Mitmenschen etwas sagen will. Alles unter dem Titel der zwei leinen und doch so gegenteiligen Bildchen Si si - No no. 

"Ubi bene ibi patria" 

  • wo's gut ist, ist die Heimat, das Vaterland... Ein Lob und Dank an Portugal

Alle Bilder sind recht realistisch, bildhaft gewordene Ideen, die teils eindeutig aber auch mehrdeutig das Thema aufgreifen.

  • das gemalte Bild des deutschen Papstes Benedictus, mehrfach als Foto zitiert, er posierend  zwischen zwei Hunden, einem weißen stellvertretend für Engel und einem dunklen, 
  • sich die Läuse krazenden, der Himmel voll von sich drehenden Kreiseln, an Galileo Galilei erinnernd, 
  • zeigt einige richtige sowie auch falsche mathematische Aussagen, die den Dogmatismus entlarven 
  • das Streben nach Wahrheit ist köstlicher als deren vermeintlicher Besitz 

Im "Milagro de San Bruno" ein Bild von Zurbaran aus dem Museum in Sevilla, 

  • wo's um den untersagten Fleischkonsum in der Karwoche geht, steigert sich der verbotene Fleischgenuss in den sexuellen Bereich, 
  • ein Riesenstaek, gleich zweimal, einmal auf einem nackten weiblichen Hinterteil nebst einem  aquarellierten sehr erregten Frauenkörper.... 
  • Überwacht  von den ewigen Wächtern der Moral, dargestellt durch zwei streng blickende schwarze Katzen, Bilder aus vergangener Zeit. 

Das Geld und die Kunst bilden auch den Inhalt einer weiteren Arbeit:

  • "Heller Wahnsinn, Millionen für ein Bild auszugeben, es sei denn es wäre von j.MIR."
  • Man sollte wissen, daß Joaquín Mir ein famoser farben beherrschender katalanischer Maler war.... 
  • Ansonsten ist die Fläche gefüllt mit verschiedenen Bildern von 1975 bis 2015. 

Es wurden Bezüge sichtbar, die auf den ersten Blick paradox schienen, jedoch bei näherer Betrachtung Relationen zeigten, die anfangs unverständlich waren.


  • Der bemerkenswerteste Satz von allen war wohl folgender: "Bacalao (Stockfisch) zu 61 cm das Kilo"...
  • entnommen aus dem beiliegenden Text mit der Überschrift, "poema de ahor" aus dem Jahre 1993 


"Kein wahrer Künstler macht es für Geld" 

  • Selbstironischer und Titel eines weiteren Bildes. Wie in einer Sanduhr fallen die Silbermünzen von oben nach im unten, am "Shit" vorbei, dem engl. 
  • Wort aus internationalenMünzen geformt, was auch das Cover des kleinen Katalogs der Expo ziert, unter der Bezeichnung "Blasphemie". 

Heiterer wird's dann mit Rumpelstilzchen. 

  • Zitierend das doppel bzw. dreifache Gesicht eines Picasso'S  combiniert mit drei eigenen Bildchen liest man hier:
  • "Morgens lauf ich, abends. sauf ich, tagsüber mal' ich und nachts hol ich mir der Königin ihr Kind.
  • Es ist gut daß niemand weiß, daß ich Ernesto heiß. 

 

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